Die Sprache des Wassers

2013, Mixtvision (im Original Bloomsbury), 232 Seiten
Deutsch, Englisch, Polnisch
14 Jahre+
Sarah Crossan (Autor/in), Cordula Setsman (Übersetzer/in)

Die 13-jährige Polin Kasienka wandert mit ihrer Mutter nach England aus, um ihren Vater zu suchen. Dort haben die beiden mit allerlei zu kämpfen. Ruhe und Kraft findet Kasienka beim Schwimmen.

„Das Wasser ist eine eigene Welt, ein Land mit seiner eigenen Sprache, und die spreche ich fließend.“

Zusammenfassung

Kasienka, fast 13 Jahre alt, verlässt zusammen mit ihrer Mutter Danzig und zieht nach England. Dort hofft die Mutter ihren Mann zu finden, der die Familie verlassen hat. Die Gründe für die Trennung kennt Kasienka nicht, doch sie hilft ihrer Mutter bei der Suche und zieht mit ihr in das neue Land.

In England angekommen, macht sich die Mutter unermüdlich auf die Suche nach ihrem Ehemann. Sie glaubt unbeirrt an die Wiedervereinigung der Familie. Ihre Tochter hat währenddessen mit vielen Problemen zu kämpfen. In der Schule wird sie aufgrund ihrer mangelnden Englischkenntnisse zurückgestuft. Zudem besitzt sie weder ein Handy noch hat sie Kenntnisse über die aktuelle Mode, sodass sie immer mehr zur Außenseiterin wird. Lediglich im Wasser kommt sie zur Ruhe und kann ihre Stärke entfalten. Hier ist sie Zuhause, denn sie kennt die Sprache des Wassers. Diese Stärke ist es auch, die einen Jungen namens William auf sie aufmerksam macht. Er hilft ihr, sich zurechtzufinden und dank seiner Freundschaft schafft sie es auch, sich ihrer größten Gegnerin Clair zu widersetzen.

Ihrer Mutter kann sich Kasienka während dieser schlimmen Zeit nicht anvertrauen. Diese ist nur mit der Suche des Vaters beschäftigt. Lediglich ihrem Nachbarn Kanoro, einem afrikanischen Arzt, der auf eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis wartet, vertraut sich das Mädchen an. Er ist es auch, der den Vater schließlich findet. Doch der denkt gar nicht daran, zu seiner Familie zurückzukehren. Er hat bereits eine neue Familie. Mit dieser Wendung hat die Mutter Schwierigkeiten, doch es ist erneut Kanoro, der ihr hilft, ihre Lebensfreude wiederzufinden.

Rezension

Migrationsliteratur in Versen

Einordnung

„Die Sprache des Wassers“ wurde von Cordula Setsman aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt. Thematisiert wird die Auswanderung einer Familie, die sich in der neuen Heimat an eine andersartige Kultur anpassen muss und dabei neben Sprachproblemen auch mit Einsamkeit, Ausgrenzung und Mobbing zu kämpfen hat.

Versnovelle

Bewertung

„Die Sprache des Wassers“ ist Crossans Debütroman. Für die Geschichte um Kasienka wählte sie die Form eines Versromans, dessen Kapitel stets nur ein bis zwei Seiten umfassen. Die reimlosen und in freien Rhythmen gestalteten Verse ermöglichen es der Autorin, mit wenigen Worten sehr viel auszusagen. Durch die deshalb entstehende verlangsamte Lektüre wird der Leser/die Leserin dazu angeregt, sich intensiver in die Protagonistin einzufühlen und sich in ihre Lage hineinzuversetzen.

Medien

Filmausschnitt

Buchtrailer:

Auszeichnungen

Nominierung Dt. Jugendliteraturpreis (Jugendbuch) 2014 LUCHS-Preis des Monats Februar 2014 Nominierung Carnegie Medal 2013

Schlagworte

Mobbing Schule Mut Anderssein Freundschaft Trennung Toleranz Migration Familie Ausgrenzung Integration Interkulturalität Sprache Einsamkeit Sarah Crossan Cordula Setsman Lyrik Deutscher Jugendliteraturpreis LUCHS-Preis Carnegie Medal Wasser mixtvision Sprachschwierigkeiten Schwimmen Polen England Vater Kasienka Versnovelle Verse Migrationsliteratur