The Hate U Give

2017, cbt Jugendbücher, 512 Seiten
Deutsch, Englisch
14 Jahre+
Angie Thomas (Autor/in), Henriette Zeltner (Übersetzer/in)

Starrs Freund Khalil, ein Afroamerikaner, wird von einem weißen Polizisten erschossen. Starr kämpft um Gerechtigkeit, auch wenn dies nicht immer leicht ist.

„Hier geht es um Uns, mit dem großen U.“

Zusammenfassung

Starr, ein 16-jähriges Mädchen, lebt in zwei Welten: Sie wohnt mit ihren Eltern und ihren zwei Brüdern in dem schwarzen Viertel Garden Heights und geht in die Privatschule „Williamson“, die vornehmlich von Weißen besucht wird.

Als Starrs Freund Khalil von einem weißen Polizisten erschossen wird, löst dies im Viertel Unruhen aus. Starr hilft bei den Ermittlungen der Polizei und macht als Zeugin eine Aussage, was viel Kraft kostet. Doch die Polizei sieht auch nach Starrs Aussage keinen Grund, den Polizeibeamten zu verhaften. Daher gibt sie – motiviert von ihrer Freundin Kenya – ein Interview mit einem landesweit ausgestrahlten Nachrichtensender und erzählt von den Ereignissen der Nacht, in der Khalil erschossen wurde. Sie sagt auch vor einem Geschworenengericht aus. Doch auch die Grand Jury entscheidet sich gegen die Anklage des Polizisten.

Um Gerechtigkeit für Khalil zu erlangen, entstehen im Viertel erneut Unruhen auf der Straße. Läden werden angezündet, Steine und Glasflaschen auf Cops geworfen. Auch Starr will nach der Entscheidung des Geschworenengerichts etwas tun. Sie fährt ins Viertel, stellt sich dort auf einen Polizeiwagen und hält eine Rede auf Khalil. Als die Polizistin eine Kartusche mit Tränengas werfen, wirft sie diese zurück. Es bricht die Hölle los. Um das von dem Tränengas ausgelöste Brennen in den Augen zu lindern, macht sich Starr mit ihren Freunden zum Laden ihres Vaters auf, um sich Milch ins Gesicht zu schütten. Doch auch der Laden des Vaters wird von einer Gang des Viertel angezündet. Starr und ihre Freunde entgehen nur knapp den Flammen. Aufgrund der vielen Zeugen kann King, der Chef der Bande, wegen Brandstiftung verhaftet werden. DeVante, ein Junge, der der Gang entkommen will, hat durch Starr den Mut erhalten, offiziell gegen King auszusagen und der Polizei zu verraten, wo der King Lord seine Drogen versteckt hat, um so dem gesamten Viertel zu helfen.

Schlussendlich erkennt Starr, wer ihre wirklichen Freunde sind. Sie verspricht sich selbst und Khalil niemals zu vergessen, niemals zu schweigen und niemals kampflos aufzugeben.

Rezension

Übersetzung mit thematischer Anknüpfung an das Thema Rassismus

Einordnung

Der Roman behandelt das Thema Polizeigewalt gegen Afroamerikaner.

Die amerikanische Originalausgabe des Jugendromans erschien 2017 unter dem Titel „The Hate U Give“. Im selben Jahr erschien die gleichnamige deutsche Übersetzung von Henriette Zeltner. Vereinzelt finden sich im Buch englischsprachige Sätze oder Wörter, meist aus Liedtexten. Der Großteil des Buches ist auf Deutsch verfasst.

Neben dem Spracherwerb kann vor allem die interkulturelle Kompetenz im Sinne von Offenheit und Wertschätzung für andere Sprachen und Kulturen gefördert werden.

Preisgekrönter Jugendroman zu einem hochaktuellen Thema

Bewertung

Der Jugendroman „The Hate U Give“ thematisiert ein hochaktuelles Thema, das auf unterschiedlichen Ebenen den Rassismus in der US-Gesellschaft aufzeigt. Dieser geht dabei nicht nur von der Polizei, sondern auch von Medien und angeblichen Freundinnen aus. Die Autorin ermöglicht durch die verschiedenen Erzählstränge sowie Perspektiven auf ein schwarzes Problemviertel einen Einblick in den Alltag eines Viertels, das von sozialen Missständen geprägt ist.

„The Hate U Give“ wurde in den USA mit vielen Preisen ausgezeichnet und debütierte an der Spitze der Bestsellerliste der New York Times Young Adult über 50 Wochen. Auch in Deutschland wurde es 2018 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Im Oktober 2018 soll eine Filmadaption zum Jugendroman erscheinen.

Medien

Filmausschnitt

Hörprobe

Auszeichnungen

Nominierung Dt.Jugendlit.-Preis(Jugendjury-Preis) 2018

Schlagworte

Rassismus USA Übersetzung englischsprachige Elemente nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis